Stichwortartige Planung der ganzjährigen AG „Medienkompetenz – Schwerpunkt auditive Medien
“Inhaltsverzeichnis
I: Formulierung der übergeordneten Lernziele (S.1)
II: Konkrete Umsetzung der jeweiligen Lernziele (S.1-2)
II a: motivierender Einstieg mit zügigem Praxisbezug (S.2-3)konstruktiv- kritischer Umgang mit Medien: Hörverhalten reflektieren erster Umgang mit der Aufnahmetechnikerstes Partnerinterview durchführenerstes Partnerinterview schneiden
II b: Grundlagenvermittlung (S.3-4)Journalistische Formen und deren MerkmaleSendeuhrSchreiben für's HörenUrheberrecht
III: Produktion eigener Sendungen (S.4)Bilden des ModeratorenteamsSendeformateThemenfindungkonkrete PlanungAufzeichnung und Schnitt der Beiträge
I. Formulierung der übergeordneten Lernziele:
kritisch- konstruktiver Umgang mit Medien: Die Schüler lernen durch eigenes Ausprobieren und Anfertigung eigener sendefähiger Beiträge die Chancen und Risiken der medialen Aufarbeitung und Verbreitung kennen. Demzufolge erkennen sie offensichtlich zusammen geschnittene Beiträge ihrer Umwelt und können sie kritisch bewerten.
Beitragsformen: Nach theoretischer Schulung und eigener Anfertigung verschiedener Beitragsformen erkennen die Schüler grundlegende Sendeformate und können sie gegeneinander abgrenzen, sowie bedingt deren Zielsetzung und Wirkungsweise erkennen.
Aufnahmetechnik: Nach der praktischen Anwendung der Aufnahmetechnik (H2-Zoom) sind die Schüler in der Lage, eigene Musik- oder Sprachbeiträge in sendefähiger Qualität aufzuzeichnen, auf dem Gerät sinnvoll abzuspeichern und technisch umzuwandeln.
Schnittprogramm: Die Schüler lernen durch praktische Anwendung des Programms „Audacity“, eigene Beiträge zu schneiden, sie mit Musik zu begleiten oder zu unterlegen. Diese Fähigkeit können sie nun auch im häuslichen Bereich anwenden und für die persönlichen Interessen nutzen, da es sich bei dem Schnittprogramm um eine leicht zu handhabende Freeware handelt.
II. Konkrete Umsetzung der jeweiligen Lernziele:
II a: motivierender Einstieg mit zügigem Praxisbezug
konstruktiv- kritischer Umgang mit Medien: Hörverhalten reflektieren (erleben, reflektieren)Was macht Radio aus? (Musik, Beiträge)Wie hört man Radio? (Sekundärmedium)Häufigste Beitragsform? (Interview)
erster Umgang mit der Aufnahmetechnik (lernen, ausprobieren)Einführung in das H2-Zoom-GerätHaltung des MikrophonsAbspeichern der Einzelaufnahmen
erstes Partnerinterview durchführen (ausprobieren, erleben)erste Partnerinterviews mit dem H2-Zoom-Gerät durchführen und reflektieren (aus der Sicht der Interviewer/ des Interviewten und der Hörer)
erstes Partnerinterview schneidenersten Schnitt der Partnerinterviews durchführenVorteil: es muss noch kein sendefähiges Endprodukt entstehen, die Schüler lernen ersten kritischen Umgang mit den Möglichkeiten des Beitragsschnitts und gehen verantwortungsbewusster an Realsituationen heran
II b: Grundlagenvermittlung
Journalistische Formen und deren MerkmaleMit Hilfe von Hörbeispielen definieren die Schüler Unterschiede gehörter Beitragsformen und diskutieren deren spezifische Merkmale und deren mögliche ZielsetzungenSch. lernen den typischen Aufbau von Wortbeiträgen kennen (Anmoderation, Beitrag, Abmoderation)Sch. machen sich die Länge/Dauer einzelner Wortbeiträge bewusst
SendeuhrDurch aktives Hören und Mitschreiben der ungefähren Zeiten setzen die Schüler sich aktiv mit dem Aufbau einer Sendung auseinanderDie Schüler reflektieren und deuten ihre Aufzeichnungen und stellen Überlegungen zur Struktur der Sendeuhr und deren Zielsetzung anDie Sch. erhalten eine graphische Darstellung einer Sendeuhr
Schreiben für's HörenTheoretische Grundlagenvermittlung: Schreiben für's HörenSch. überarbeiten Texte der Lokalpresse und formen sie zu Hörtexten um (möglichst mit unterschiedlichen Zielsetzungen, um die Wirkungsweise der Texte zu hinterfragen)Sch. versehen die umgeschriebenen Texte mit einer interessanten An- und Abmoderationevtl. Probeaufnahmen der Texte und Schnitt
UrheberrechtMit Beispielen von den Schülern diskutieren lassenUrheberrecht achten (gegebenenfalls Lizenz/schriftliche Erlaubnis einholen)keine O-Töne anderer Radiosendungen verwendenJeder Mensch hat das Recht auf sein eigenes Bild, es sei denn, die Person steht nicht im Mittelpunkt des InteressesPersonen der Öffentlichkeit dürfen in der Öffentlichkeit fotografiert werden.Hörerinteressen berücksichtigen (abwechslungsreiche Beiträge / Themen)
III. Produktion eigener Sendungen
Bilden des ModeratorenteamsModeratoren: 1x männlich ; 1x weiblichRedaktionsteams: max. 4 Personen pro Gruppe ; 4 Gruppen = eine Sendungevtl. Chefredakteur wählenRegeln der Teamarbeit: alle müssen jederzeit Zugriff auf die Informationen aller Gruppenmitglieder haben
Sendeformatemonothematische Sendung (ein Thema)multithematische Sendung (mehrere Themen in einer Sendung)Entscheidungsfindung: monothematische Sendung oder multithematische Sendung? (Vor- und Nachteile aus Sicht des Hörers)
ThemenfindungDie Gruppen sammeln verschiedene Themen + BeitragsformÜberprüfung nach fünf Sendekriterien (ein Bsp. gemeinsam exemplarisch, dann überprüfen die einzelnen Gruppen ihre Themen, dann Erläuterung und Bewertung durch das Plenum)Streichen nicht geeigneter Themen, EntscheidungsfindungDie Gruppen entscheiden sich definitiv für ein Thema + Beitragsform
konkrete PlanungPlanung: evtl. Anschreiben / Einladen von Interviewpartnern / TerminabsprachenSchreiben der Moderationen und BeiträgeVorstellen der fertigen VerschriftlichungenÜberarbeitung
Aufzeichnung und Schnitt der BeiträgeDie Sch. wenden das erlernte Wissen an und produzieren eigene sendefähige Beiträge.